Die Gallura (Gallurien) ist reich an Geschichte und Tradition und es sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu sehen. Diese Seite möchte Sie auf einige Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen, die sich in Porto Rafael und in Palau befinden und die nicht verpasst werden sollten, wie zum Beispiel: die Fortezza di Monte Altura, der Porticciolo di Punta Stroppello Yacht Club Porto Rafael, der Faro di Punta Sardegna-Porto Rafael; die Vedetta di Porto Rafael-Punta Sardegna, die Roccia dell’Orso, der „Trenino Verde“  und die Le Tombe dei Giganti Li Mizzani e S’Aiacciu.

La Fortezza di Monte Altura – Die Festung Monte Altura

Am Eingang von Porto Rafael befindet sich die wunderschöne militärische Festung Monte Altura, die die einzige der sogenannten “Costa Sarda” (Sardische Küste) ist, die man besichtigen kann.
Diese Festung, die schon zur Zeit ihres Aufbaues (1887-1889) als “schönste Festung Europas” genannt wurde, ist von den Häuser Ginestra und Erica – hinter denen sie sich befindet – zu sehen und schenkt ihren Besuchern einen einzigartigen Blick auf den gesamten Archipel von La Maddalena, auf die Korsika und auf die Bocche di Bonifacio.
Der Aufbau der Festung Monte Altura ist – wie der Aufbau der weiteren Festungen der Costa Sarda und des Archipels – auf die historischen und politischen Ereignisse und deren Folgen in der zweiten Hälfte des 18. Jh. zurückzuführen. Diese Festung wurde insbesondere von den “Sardo- piemontesi” zum Schutz der dem Archipel von La Maddalena gegenüberstehenden sardischen Küste gebaut. Sie wurde in der militärischen Strategie von damals als Schutz des Tyrrhenischen Meeres vor potentiellen Angriffen der französische Schiffsflotte erbaut. 1990 wurde sie dem Kultusministerium zum restaurieren übergeben.
Heute ist sie für Besucher geöffnet und in ihrem Szenario werden an den Sommerabenden kulturelle Ereignisse und Konzerte organisiert. Es gibt eine permanente Ausstellung über die zahlreichen Festungen, die am Ende des 17. Jh. – der sogenannten „Periode der Festungen“ an der sardischen Küste und auf den Inseln von Maddalena, Caprera und Spargi gebaut wurden.

Il Porticciolo di Punta Stroppello Yacht Club Porto Rafael -Der kleine Hafen von Punta Stroppello Yacht Club Porto Rafael

Der kleine Hafen von Punta Stroppello ist bekannt für die besondere Architektur des Clubhauses und für seine sehr effizienten technischen Leistungen trotz seiner nicht überragenden Größe.
Diese kleine Perle des Meeres ist außergewöhnlich ruhig und kann schöne Momente von Entspannung bieten. Unter den angenehmen Hintergrundgeräuschen der Wanten und des Meerwassers finden diejenigen, welche ihre Atmosphäre respektieren können, ein kleines Refugium – zum Beispiel für die Lektüre eines guten Buches. Es lohnt sich einen Abendspaziergang diesem kleinen Hafen zu widmen.

                               

Il Faro di Punta Sardegna – Der Leuchtturm von Punta Sardegna

Nicht weit von dem kleinen Hafen von Punta Stropello ist an der Küste von Punta Sardegna dem Archipel gegenüber der Leuchtturm von Punta Sardegna. Der Faraday-Käfig, der das ganze weiße Gebäude des Leuchtturms umgibt und seine Architektur selbst im Zusammenhang mit seiner Panoramalage schenken ihm einen besonderen Charme.

Ab 1913, als der Leuchtturm gebaut wurde, bis 1975, haben die Leuchtturmwärter dort zusammen mit ihren Familien gewohnt. Deswegen verfügt der Leuchtturm über ein System von Regenrinnen aus Gußeisen, das sowohl zur Sammlung des Regenwassers diente als auch über einen externen Backofen und einen Gemüsegarten. Nach 1975 hat die Marine das ganze Leuchtsignalsystem und die Laterne – die über eine 11 Meilen Lichtweite verfügt – automatisiert. Nach Jahren von vollkommener Verwahrlosung wurde der Leuchtturm restauriert und heute hat in ihm das Auswertezentrum für Küsten und natürliche- und unterseeische Umwelt (O.C.E.A.N.S.) seinen Sitz. O.C.E.A.N.S ist eine Institution zum Schutz des Küsten- und Meeresvermögens der Bocche von Bonifaz. Sie wird von der Universität von Triest in Zusammenarbeit mit der Gemeinde von Palau und der Forschungsgruppe für Seegeologie der Universität von Cagliari betreut.

La Vedetta di Punta Sardegna Porto Rafael -Der Wachturm von Punta Sardegna-Porto Rafael

Der Name Vedetta ist eigentlich Batteria di Punta Cima. Sie diente in der Tat bis zum zweiten Weltkrieg als militärischer Beobachtungspunkt. Heute kann man von der Vedetta sowohl eine grandiose Aussicht auf den gesamten Archipel als auch auf den wunderschönen Sandstrand von Cala di Trana und auch auf Korsika und auf die Bocche von Bonifaz genießen.

La Roccia dell’Orso di Palau – Der Bärenfelsen von Palau

Der Bär von Palau (l’Orso di Palau) besser bekannt als Bärenkap (Capo d’Orso) – einem Granitvorgebirge, das sich etwa 3 Kilometer von Palau entfernt befindet – wurde 1993 der Status als “ Naturmonument” gegeben.
Der Prozeß durch den Wind und physikalische und chemische Erosion hat die Felsen dieses Vorgebirges plastisch gestaltet. Sehr bekannt ist der Bärenfelsen (Roccia oder Tor dell’Orso). Dieser Felsen erinnert seinen Beobachter auf eine sehr deutliche Weise an das Profil eines Bären mit dem Kopf in Richtung des Meeres. Von seiner Höhe, 122 m über dem Meer, schenkt der Bärenfelsen außerdem seinen Besuchern einen einzigartigen Blick auf Capo Ferro, Palau, den Archipel von La Maddalena und auf Korsika. Der Bärenfelsen war auch im Altertum bekannt.
Schon im 2. Jh. n..Ch., erwähnt der griechische Schriftsteller Ptolemäus in seinem Werk „ Geographia“ diesen Felsen unter dem Namen “Arcti Promontorium”. Er erzählt, dass die Seemänner den Felsen aufgrund seiner Anziehungskraft fürchteten, da sie dachten, dass er die Schiffe wie ein riesiger Magnet anzog. Einige Forscher behaupten, dass dieses Vorgebirge das Land der Lestrigonen sei, wovon Omerus in seiner Odyssea schreibt.

 

Le Tombe dei Giganti di Li Mazzani e S’Aiacciu – Die Riesengräber von Li Mizzani und S’Aiacciu

Innerhalb des Territoriums der Gemeinde Palau sind mehrere archäologische Reste der „Nuragischen Periode“. Die einzigen, die aber den Besuchern zugänglich sind, sind die sogenannten Riesengräber von “Li’Mizzani”, nach dem Namen der Ortschaft benannt, und von “S’Aiucciu”, das sich in der Landschaft des Heiligen Georg (Agro di S. Giorgio) befindet.
Nach der Volkstradition gehören diese Gräber zu riesig großen Männern. Archäologische Forschungen haben aber zu dem Schluß geführt, dass diese Gräber eigentlich speziell für Männer sind, die eine wichtige soziale Rolle innerhalb des Dorfes – wie z.B. Stammesführer und Schamanen – spielten.

Il Trenino verde – Der grüne Zug

Ab Mitte Juli bis Mitte September fährt „der grüne Zug“ (il Trenino verde) von Palau durch die einzigartige und duftende Landschaft des inneren Galluriens. Der grüne Zug besteht eigentlich aus einer Lokomotive und einem klitzekleinen Wagen mit Platz für etwa 25/30 Passagiere und ist einer der malerischsten Ausflugsarten im Norden Sardiniens. An dieser Bahn liegen unvergeßliche Eindrücke, die der Reisende auf seiner Fahrt durch die eindrucksvolle und wilde Natur erhält.
www.treninoverde.com

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